Wärmebehandlung

Während der mehrstündigen Wärmebehandlung werden die Materialeigenschaften des späteren Rades exakt eingestellt. Die Wärmebehandlung der Gussrohlinge dient vor allem der höheren Festigung der verwendeten Aluminiumlegierung. Sie besteht aus drei Phasen. Schritt eins: das Lösungsglühen. Es erfolgt je nach Legierung gemäß DIN 1706 bei Temperaturen von 480 bis 550 Grad Celsius. Dabei wird eine Temperatur gewählt, bei der eine ausreichende Menge der Legierungselemente im Mischkristall gelöst ist, sodass die Legierung eine engere Verbindung eingehen kann. Im zweiten Schritt, dem Abschrecken, werden die Rohlinge schnellstmöglich auf eine Temperatur von ca. 70 Grad heruntergekühlt und ruhen dann im dritten Schritt, dem Warmauslagern, um die gewünschten Festigkeitswerte zu erreichen. Dieses Verfahren erfordert absolute Präzision. Wird zum Beispiel die vorgegebene Höchsttemperatur für das Lösungsglühen überschritten, werden die Rohlinge für die weitere Verarbeitung unbrauchbar und müssen wieder eingeschmolzen werden.